Morgen, am 23. März, ist erstmals INDIEBOOKDAY in Deutschland (und eventuell auch Österreich und der Schweiz)! Wie das angelsächsische Vorbild, geht es dabei um eins: „Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.“

Schöne Bücher gibt es auch in Verlagen, die nicht indie sind, aber es bleibt dabei: wer schöne Bücher mag, findet sie sicherlich schneller in „kleinen“ Verlagen und „kleinen“ Buchhandlungen.

Shakespeare & Co. Paris©tesla42.de, 2011

Shakespeare & Co. Paris
©tesla42.de, 2011

Was „indie“ meint, das weiß wohl jeder.

„Klein“, das sind Buchhandlungen, die keine 3.000qm  Laden, und keine Taschenbuchregale von der Größe eines Pottwals haben. Brauchen sie auch nicht, denn sie können ja alles bestellen was nicht da ist – dann ist es am nächsten Tag da. Vor allem aber treffen sie ganz bewusst eine Auswahl. Jedes Buch, das bei ihnen steht, ist eine Empfehlung!

„Klein“ und „indie“, das sind Verlage, sie sich selbst ganz allein gehören. Sie selbst, das ist manchmal nur einer, manchmal sind es drei oder vier, manchmal sind es nach ein paar Jahren dann aber auch schon 20. Ganz besonders aber meint „indie“, dass man sich auch bei den Büchern unabhängig macht und verlegt, was einem gefällt, was man für gut hält – aber nicht, was gerade angesagt ist. Indieverlage sind sicher nicht die Rettung von allem, was viele vom Untergang bedroht sehen. Aber sie sind dickköpfig, stolz und ausdauernd. Oft sind sie selbstausbeuterisch, kümmern sich einen Scheiß um Kalkulation und Gewinnmarge. Denn sie wollen einfach nur Bücher machen!