Ich hatte bereits wenige Minuten nach der aufregenden Preisverleihung die Möglichkeit, ein kurzes Gespräch mit der souveränen Siegerin des Hauptpreises zu führen. Ihr findet es hier zum Nachlesen und zum Nachhören.

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Mara: Die klassische Frage, wie fühlst du dich jetzt nach dem Gewinn?

Doris Anselm: Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass ich gleich aufwachen werde, es wird drei Uhr morgens sein, mein Freund wird neben mir liegen und schnarchen, um vier Uhr muss ich dann aufstehen und zur Arbeit gehen, weil ich oft Frühdienst habe – so fühlt sich an gerade, ja. Also bitte kneifen!

Mara: Hast du es dir erhofft, zu gewinnen?

Doris Anselm: Jeder, der hier etwas hinschickt, erhofft sich etwas. Aber ich habe mich überhaupt erst zum zweiten Mal beworben und ich war schon völlig glücklich damit, dass ich hier eingeladen wurde. Ich kann mir jetzt den open-mike-Stempel schnitzen und den auf alles pappen, was ich in den nächsten drei Jahren irgendwo hinschicken werde. Das ist einfach das Hauptding. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich das kriege. Also heute Nachmittag dann schon so ein bisschen, als ein paar Leute etwas gesagt haben, aber da dachte ich auch wieder, es könnte Gegenbewegungen geben. Also: nein, ich habe nicht damit gerechnet.

Mara: Und weißt du schon, was du mit deinem Preisgeld machen möchtest?

Doris Anselm: Nein … keine Ahnung.Ich weiß es nicht, man kann ja nicht Geld verplanen, das man noch nicht hat. Alte Weisheit! Aber es wird etwas Schönes sein, ich werde es nicht einfach in’s Alltagsportmonee fließen lassen, sondern ich werde versuchen, irgendetwas davon zu machen, was mit dem Schreiben zu tun hat oder mit Menschen, die mir wichtig sind.

Mara: Okay, dann feier deinen Sieg!

Auch an dieser Stelle noch einmal herzliche Glückwünsche an Doris Anselm!