Mit bedauernswerter Regelmäßigkeit beschwört das Feuilleton den urwüchsigen Literaten, der einsam wie Spitzwegs armer Poet, aber doch auch welthaltig und kritisch gegen die schlimmen Tage allein aus sich heraus ein Werk schafft. Zuletzt war es Mathias Heine, der sich in der WELT wünschte: Deutsche Dichter, vögelt verantwortungsloser.

Die wirkliche Welt sieht anders aus, so war das schon immer; Musen, Freunde, Lektoren, Verleger und und und … und Tradition. Oder eben Workshops, bei denen – wie vom 6. bis 8. Februar – Lektoren und Schriftsteller mit den Finalisten an ihren Texten arbeiten, Wissenswertes zum Urheberecht diskutieren und in einer Arbeitsgruppe über» Spazieren als moderne Kulturtechnik« diskutieren (es geht dabei vor allem um Robert Walser).

Ziel des Treffens ist neben der Arbeit am Text, dass man sich untereinander besser kennenlernt und austauscht: Literatur denken, reden und machen eben.

Wir werden drei Tage lang dabei sein und für Euch berichten. Wir lassen die Autoren zu Wort kommen, mit Texten, wie es sich gehört. Wir stellen Fragen, hoffen auf Antworten, hören zu und denken nach. Und wenn alles gedacht, geredet und geschrieben wurde können wir immer noch Bilder machen.

Auf Seiten der Dozenten werden dabei sein: Hans Jürgen Balmes, Marcel Beyer, Daniel Beskos, Karen Duve, Günter Eisenhuber, Claudia Gips, Susanne Krones, Tom Müller, Reto Sorg & Raphael Urweider.

Von den Autoren könnt Ihr hier ab kommender Woche Neues aus der Textwerkstatt erwarten.