Edward Hopper gilt als einer der einflussreichsten Maler des Amerikanischen Realismus. Die Industrieromantik von Bahnübergängen, die ausgestorbenen Straßenschluchten seiner Stadtbilder, und die stille Melancholie der im Neonlicht einer Eckbar sitzenden „Nachtschwärmer“ (1942) haben sich längst ins kollektive Gedächtnis eingebrannt.

Arnold Maxwill sei nicht der erste Lyriker, der sich mit dem Werk des Künstlers auseinandersetze, so Lektor Reto Ziegler bei der Vorstellung des von ihm ausgewählten Autors. „Aber wie spricht man über Edward Hopper?“ Maxwill, und das sei sein Alleinstellungsmerkmal, tue dies weder beschreibend noch assoziativ. Vielmehr nähere er sich ausgehend von der Bildstruktur, seinen Farben, Formen und Linien. Übergänge und Schnitte würden aufgezeigt und analysiert, Irritationen abgebildet.

Wie geht man bei so einer Arbeit vor, inwiefern ist Intermedialität grundlegend für Maxwills eigenes Schaffen und warum geht es gerade nicht um die „Nachtschwärmer“? Ich habe mit ihm darüber gesprochen.