Auch im Frühjahr 2016 erscheinen wieder viele spannende Prosa- und Lyrikdebüts. Einige von ihnen stellen wir in den kommenden Wochen vor. Den Autoren haben wir ein paar Fragen zur Literatur und Person gestellt.
Heute: Philip Krömer


 

Erster Satz (des Buches)?
Alles, was Sie tun müssen, um Zutritt zu meiner Geschichte zu erhalten, ist, diese Seite als schwere Eichentüre zu begreifen.

Was bedeutet literarische Tradition für Sie?
Heldenverehrung nur in Ausnahmefällen gestattet.

Ist Literatur essentiell?
Lebensnotwendig wie der Kaffee am Morgen und die Liebe am Abend.

Was wäre für Sie das größte Unglück?
Vier Reiter der Apokalypse, die Tod und Verderben aussäend über den Himmel jagen. Oder ein Wasserschaden in meinem Schreibzimmer.

Was möchten Sie sein?
Ein Ritter! In glänzender Rüstung und stets einen lockeren Spruch auf den Lippen: »Mîn houbet wíl ich verlíesen, ir enwérdét mîn wîp.«

Was soll man nach der Lektüre (Ihres Buches) machen?
Ein kühles Helles genießen und das nächste (Buch) aufschlagen.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Tiefenentspannt.


 

Philip Krömer, geboren 1988 in Amberg, ist Student der Germanistik sowie Herausgeber der Literaturzeitschrift Seitenstechen. Er veröffentlicht Lyrik und Kurzprosa in diversen Zeitschriften, wurde beim Bonner Literaturpreis 2015 mit einer Platzierung bedacht und beim 23. open mike 2015 mit dem Preis der taz-Publikumsjury ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Erlangen. Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel ist sein Romandebüt.