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Theresa Schmidt & Ann-Kathrin Canjé

Ein bisschen googlen, lesen, durch die Bildersuche stöbern, kombinieren und schon meint man, einen Menschen, den man noch nie gesehen hat, zumindest ein wenig zu kennen – je nach dem, wie viel der*die Gesuchte von sich preisgibt. Wir Blogger hatten vor dem open mike-Wochenende nur ein einziges persönliches Kennlerntreffen und auch ihr kennt uns noch nicht. Um das zu ändern, haben wir uns gegenseitig gegooglet. Die Ergebnisse könnt ihr hier nachlesen, einschließlich aller hanebüchenen Hypothesen und natürlich auch, was die Gefundenen selbst dazu zu sagen haben.

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Theresa über Ann-Kathrin: Ann-Kathrin Canjé steht für Bücherliebe auf den ersten Klick: Das erste der 508 Suchergebnisse führt auf die Seite von litaffin. Für den Blog ihres Masterstudienganges Angewandte Literaturwissenschaft schreibt Ann-Kathrin seit sie 2015 nach Berlin gekommen ist. In diesem Sommer hat sie sich dabei auch gleich einmal als Livebloggerin beim Bachmann-Preis verausgabt. Vorher hat sie Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim studiert und in diesem Kontext unter anderem für die Zeitung des Prosanova-Festivals geschrieben. Außerdem: eine Station bei der Rheinischen Post mit Beiträgen über Kindertheaterstücke mit Füchsen (Perlen des Lokaljournalismus) und ein Praktikum bei 3sat, bei dem sie einen Beitrag zum 60. Geburtstag von John Travolta verfasste (Hat sie da bitte einen Kontakt?). Auf Twitter verrät sie außerdem, dass sie ein Faible für Tanz, Theater und Fernweh hat. Und, das behaupte ich in Anlehnung an die Bildersuche einfach mal, für Kopfbedeckungen alle Art – von der Bommelmütze bis zum Hut mit Krempe. Thematisch ist sie in der Kultur zu Hause, ist politisch als Global Citizen aktiv, sie schwört auf Jan Böhmermann, hält wenn es im Fußball hart auf hart kommt zu den Franzosen und ihr Lieblingsbuch ist Der Fänger im Roggen. Sag ich mal so.

Ann-Kathrin: Dann antworte ich mal, mit rotem Gesicht, von dem ich nicht weiß, ob es aus Scham oder Freude die Farbe wechselte. Über mich selbst so sehr gelacht habe ich jedenfalls lange nicht mehr und außerdem konnte ich dank Dir feststellen, dass ich mal ordentlich meine Google-Einträge aufräumen sollte. Meinen zuletzt gekauften Hut ziehe ich nun also vor Dir, Theresa. Du hast gut recherchiert und ich habe nichts einzuwenden.

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Ann-Kathrin über Theresa: „Theresa Schmidt Berlin“ tippe ich in die Suchleiste ein – mit 411.000 Treffern zugegebenermaßen kein besonders dankbarer Suchbegriff. Als erster Eintrag erscheint: Erfahren Sie mehr! Oder kontaktieren Sie Theresa Schmidt – direkt bei XING. For a better working life. Theresa scheint also zu einem einfacheren Arbeitsleben verhelfen zu können? Da freu ich mich gleich noch mehr auf die Zusammenarbeit mit ihr beim open mike. Statt auf Facebook treibt sie sich also professionell auf XING herum, zumindest der Lebenslauf (Freie Journalistin und Online-Marketing & Social Media bei Suhrkamp Verlag) scheint dies zu bestätigen. Nur das Profilbild fehlt (aktualisiere das doch mal Theresa, könnte hilfreich sein, in unserer Branche.). Weiter durch das weltweite Netz, auf der Suche nach ein paar mehr Infos, stoße ich auf die Kooperative Berlin, bei der Theresa seit 2016 arbeitet. Sie wird also auch in Zukunft engagiert und mit Elan über verschiedenste Themen wie „digitale Bildung“ bloggen. Heimlich, still und leise hütet Theresa außerdem ein dunkles Geheimnis: Sie liebt den Moment, wenn jemand gut gemachte Folien auf einen Overhead-Projektor legt. Vielleicht riecht sie auch gern an den dazugehörigen Folienstiften? In meiner Phantasie spricht Theresa gerne und viel, wie zahlreiche Reportagen und Beiträge beim Radio belegen. Tief im Herzen liebt sie Lars Eidingers Shakespeare-Interpretationen an der Schaubühne, gibt sich abends heimlich unter der Bettdecke Sartres Der Ekel hin und schreibt vorm Schlafengehen in ein Notizbuch, in dem sie Erinnerungen an ihren Auslandsaufenthalt in Quebec festhält. Theresas Bücherregal bringt fast ausschließlich Ausgaben der Edition Suhrkamp zum Vorschein und falls es doch mal eine Sendung sein soll, dann wird online der ZDFtheaterkanal gestreamt. Das Tanzbein SWINGt sie ebenfalls. In einer kurzen Atempause wird dann noch mit uns gemeinsam beim open mike gebloggt. Und Theresa, bitte lass die Folienstifte zu Hause!

Theresa: Es ist raus: Ein Teil von mir ist in den 90ern hängengeblieben und liiiebt Overhead-Folien (das mit dem Stifte-Schnüffeln ist allerdings eine Erfindung deiner blühenden Fantasie, liebe Ann-Kathrin …). Asche auf mein Haupt, den Ekel habe ich bisher zwar nicht gelesen – dafür versüßt mir Rasha Abbas’ Die Erfindung der deutschen Grammatik gerade das U-Bahnfahren – und vor dem Schlafengehen gucke ich zugegebenermaßen auch lieber Serien, als ein Notizbuch mit Nostalgie zu füllen. Aber dafür, dass ich nicht leicht zu googlen bin, klingt der Rest schon ein bisschen nach mir.

Hier geht’s zu „I know you from Google“: Die Blogger I.