Du hast gestern als Allererste gelesen, wie ging es dir dabei?

Erst dachte ich, »Oh ich hab einen kleinen Schock, so ein Boah, es geht sofort los. Ich muss allen Bescheid sagen und ich weiß nicht wie ich es finde, als Erste dazustehen«, und dann war ich ganz dankbar und erleichtert. Ich habe sehr gerne gelesen und habe das Gefühl gehabt, dass das Publikum sehr wohlwollend war und fühlte mich mit der Situation sehr wohl.

Wie war das, als du mitbekommen hast, dass es sich bei der Laudatio um deinen Text handelt?

Es hat mich ganz nervös gemacht. Das ist eben eine ungeheure Freude, und als dann die Publikumsjury den Vers gedroppt hat, »Was geht hier vor?«, war eben schon klar, es wird die »Ballade von Schloss Blutenburg« sein. Es hat mich auch sehr verlegen gemacht, es platzte eine Art Brausepulverpäckchen in mir.

Wie geht es für dich jetzt weiter?

Ich werde weiter meine Sachen schreiben. Tatsächlich schreibe ich eigentlich eher Prosa und Dramatik. Komisch das zu sagen, aber ich finde es ganz gut, dass ich nicht explizit einen Lyrikpreis gewonnen habe, weil es eigentlich nicht mein Business ist. Eine Ballade streift ja alle Gattungen und muss sich nirgendwo einordnen. Das heißt, ich schreibe jetzt weiter an meinen Stück »Der Popper« und dann weiter an meinem Roman.

 

Foto © Mirko Lux