Josefine Soppa

Josefine Soppa (Foto: © Christina Harles)

Josefine Soppa, geboren 1988 in Oberhausen, lebt in Leipzig. Studium der Philosophie, Künste und Medien in Dresden und Hildesheim. Mit soppa/bleck arbeitet sie zwischen digitaler und diskursiver Vermittlung. Sie beschäftigt sich mit Formen, Theorien und Kritiken von Arbeitsprozessen und biographischen Positionierungen. MIRMAR wird ihr erster Roman.

Wann schreibst du am liebsten?
Zwischen 7:00-9:00 Uhr

Was bedeutet Literatur für dich?
Bestimmte Sätze die etwas machen und dableiben oder intensiv sind.

Was wäre, wenn dir jemand die Möglichkeit zu Schreiben wegnähme?
Die Frage funktioniert nur, wenn Schreiben als selbstverständliche Möglichkeit angenommen wird.

Was würdest du anders machen, wenn du wüsstest, dass dich niemand beurteilt?
Ich würde Dinge anders zugeben

Dein gegenwärtiger Geisteszustand?
cool

Erster Satz deines open-mike-Textes?
Bevor die Privatisierung der Privatisierung losging, bekamen meine Mutter und ich es durch die Buchungen hin.

Schon aufgeregt vorm Auftritt? Wie bereitest du dich vor?
Ja. Ich bin davon überzeugt, dass ich auf der Bühne stolpern und/oder hinfallen werde. Meine Vorbereitung ist ein Umgang mit dieser Vision. Ich bereite mich also aufs Stolpern vor und es ist ein Trick. Aber es ist ein unberechenbarer Trick.

Dein aktueller Buchtipp und warum?
Olivia Wenzel: 1000 Serpentinen Angst; weil es schnell und stark ist und ich mich im Lesen selbst befrage und trotzdem bei der Geschichte bin. Gerade will ich auch noch schnell lesen: Dorothee Elmiger: Aus der Zuckerfabrik, weil ich mich für Geld und Arbeit und Texte in Blöcken interessiere.

Josefine Soppa wurde ausgewählt von Friederike Schilbach.

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Marie Lucienne Verse

Marie Lucienne Verse (Foto: © Selma Matter)

Marie Lucienne Verse, geboren 1994, aufgewachsen in Berlin, studiert nach einigen Semestern Psychologie in Leipzig und Schreiben in Hildesheim nun Psychologie in Chemnitz und Schreiben in Leipzig. Wohnungen übersetzte sie mit Eva Crouzet ins Französische. Sie schreibt zusammen mit Selma Matter, zuletzt den Text Zwischen den Dingen, der demnächst in einer Publikation zur Eröffnung des Vollzugszentrums Bachtel erscheint.  

Wann schreibst du am liebsten?
Morgens im Bett mit einem Kaffee.

Wer liest deine Texte zuerst?
Meine Freundin(nen).

Was bedeutet Literatur für dich?
Oft: Zu wissen, dass ich später noch was lesen kann.

Was wäre, wenn dir jemand die Möglichkeit zu Schreiben wegnähme?
Ich wäre schlecht gelaunt.

Was würdest du anders machen, wenn du wüsstest, dass dich niemand beurteilt?
Ich würde mir mehr Gedanken über andere Dinge machen.

Dein gegenwärtiger Geisteszustand?
Faul auf dem Sonnendeck.

Erster Satz deines open-mike-Textes?
Wohnung eins kostet bald doppelt so viel wie beim Einzug.

Schon aufgeregt vorm Auftritt? Wie bereitest du dich vor?
Gerade bin ich vor allem aufgeregt, in welcher Form er stattfinden wird.

Dein aktueller Buchtipp und warum?
LIEBE/ Eine argumentative Übung von Sivan Ben Yishai, weil der Text etwas trifft, das ich schwer zu treffen finde.

Schick uns ein Bild von deinem Lieblingsarbeitsplatz und schreibe etwas dazu.
An irgendeinem runden Tisch in Italien oder Frankreich, in Wassernähe.

Marie Lucienne Verse wurde ausgewählt von Tanja Raich.