Angie Volk las beim 27. open mike ihren Text »Das Schicksal der Edlen Steckmuschel«, im Juni erschien nun ihr Debütroman Krokodile bei Hoffmann & Campe. Wir haben Angie ein paar Fragen dazu gestellt.


Angie Volk: Krokodile (Cover)

Angie Volk erzählt von einem Sommer, der vieles in Frage stellt: ein kluger und frischer Roman über die Freuden und Fallen einer Freundschaft zwischen zwei Frauen.

Sonia und Bea sind beste Freundinnen. Sie sind zusammen in einer Kleinstadt aufgewachsen und waren immer füreinander da. Doch je älter sie geworden sind, desto seltener haben sie sich gesehen. Schließlich fassen sie einen Entschluss: Ein gemeinsamer Sommerurlaub auf einer Baleareninsel soll ihre alte Freundschaft neu beleben. Aber die Reise entwickelt sich ganz anders als erwartet. Sonia entdeckt, wie sehr sie sich nach Freiheit und Abstand sehnt, nicht nur von ihrem Alltag zu Hause, sondern auch von Bea. Sie beginnt eine Liebelei und lernt eine Familie kennen, die ihre eigenen Vorstellungen vom Mutter- und Tochtersein durcheinanderbringt.

Krokodile stellt auf ebenso furchtlose wie erfrischende Weise genau die Fragen zu Freundschaft, heimlichen Sehnsüchten und dem Leben selbst, die jeder kennt, aber die die wenigsten aussprechen.


Was schoss dir durch den Kopf, als du dein Debüt zum ersten Mal in den Händen gehalten hast?
Es ist sehr gelb. 

Wie lautet der erste Satz deines Debüts?
»Ich notiere: 
Vom Meer aus zu sehen: bunte Schirme, überall achtlos verteilt wie Bonbonpapier.«

Was gefällt dir am besten am Schreiben? Und was findest du am unangenehmsten?
Am besten: Das Wegsein, das Lauern, das Einfangen. Die Überraschungen. 
Am unangenehmsten: Die Dünnhäutigkeit, das Mürrische, den Würgegriff. 

Wenn du könntest, welchen Rat würdest du deinem Ich von vor zehn Jahren geben?
„Alles sammeln, weil alles anders sein wird.“ (Lea Schneider, made in china)

Bereust du etwas? Was?
Nein, aus großer Überzeugung nicht. 

Mit welchem*r Autor*in würdest du gern mal ein Bier trinken gehen?
Judith Hermann. Aber ich glaube, mit ihr trinkt man besser Wein. 


Angie Volk, geboren 1989, studierte Kulturwissenschaften und Interkulturelle Kommunikation in Frankfurt Oder und Ljubljana. Sie ist Mitgründerin der anonymen Lesebühne Konzept: Feuerpudel. 2015 stand sie auf der Shortlist des Write-and-Read-Wettbewerbs der Jungen Verlagsmenschen, 2018 erhielt sie den Förderpreis der Gruppe 48. Ein Jahr später war sie Finalistin beim 27. open mikeKrokodile ist ihr erster Roman.