Autor

Xaver von Cranach

Anja Braunwieser: „Pumpgun“

Man merkt, dass dieser Text ein Auszug aus einem Roman ist. Es werden viele Spuren gelegt, die nicht weiterverfolgt werden, und hinter den Figuren stehen komplexe Hintergründe, eine Vergangenheit. Alexander und Paul sind Fotografen. Beide haben in Kriesengebieten gearbeitet und …

Bettina Wilpert: „Alex, Selfie“

Aslanbek. Ein harter Name für einen harten Text, der aus sehr vielen, sehr kurzen Absätzen besteht. Absätze, die wirken wie die verhashtagten Instagram-Posts der Figuren, mit denen sie Geschichten zu konservieren versuchen. Auf den verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen verliert man …

Lilli Sachse: „Gedichte“

Mittlerweile sind meine Geschichten noch kürzer geworden. Sie bilden sich jetzt ein, Gedichte zu sein. Ich erzähle sie im Internet, in der Hoffnung, dass jemand zuhört.

Dieser Selbsteinschätzung von Lilli Sachse möchte ich zustimmen. Denn ihre Texte bilden sich eher …

Tobias Lewkowicz: „Gedichte“

„Wer das Buch jetzt hat“, so Lektor Reto Ziegler, „ist hier im Vorteil“. Warum? Weil Lewkowicz’ Gedichte nicht in üblicher Strophenform gedruckt sind, sondern im Querformat, mit vielen Zwischenräumen und unregelmäßigen Absätzen. Die Lesereihenfolge erschließt sich nicht auf den ersten …

Jessica Lind: „Mama“

Der Wald. In seiner Weite, in seiner Unheimlichkeit wenn er dunkel und dicht ist. Ada und Theo fahren in eine Hütte, Ada ist schwanger und Theo versucht ein guter Partner zu sein, was Ada erst fuchsig macht, und dann traurig:…

Dominique Klevinghaus: „Villa am Wasser“

Die „Villa am Wasser“ ist luxuriös: „Jeder, der’s sieht, wünscht sich, in solch prächtigem Haus zu wohnen. Das Haus hat Flügeltüren und eine Zufahrt, die ist mit Kieseln aufgeschüttet.“ Beim Spaziergang an der Lagune trifft der Ich-Erzähler auf eine merkwürdige …

Lena Rubey: „Marea alta“

„So geben sich die Wellen am Ufer die Hand, weiter und weiter und.“ Dieser Satz spiegelt den Stil des Textes: Wie die Wellen des Meeres geben sich auch die Sätze die Hand, fließen ineinander und irgendwann hört es dann auf. …

Eckhard G. Waldstein: »Wunschfee-à-la-Hashtagwunder im Unfassbar-Reich & brrr – es zittert mich, sprach Zarathustra« (Leim auf Wand, in 15 Min.)

„Meine Verantwortung ist, das, was ich schreibe, mit mir, meiner Zeit und meiner Welt vereinbaren zu können – und eben nicht mit der Vergangenheit.“ – Eckhard G. Waldsteins Antwort auf die Frage, was für ihn literarische Tradition bedeutet.

Bereits hier …

Andra Schwarz: „Gedichte“

Andra Schwarz ist in der Oberlausitz, nahe der polnischen Grenze, geboren. Und das, so ihr Lektor Reto Ziegler, sei nicht unwichtig für ihre Gedichte. Zwölf Stück liest sie, sehr bedeutungsschwanger, was es erst schwer macht, sich wirklich darauf einzulassen, weil …

Theresia Töglhofer: „Das pure Leben“

Haarschaf die Kurve gekriegt, fast rausgeflogen, aber dann im richtigen Moment Vollgas gegeben (wie mein Fahrlehrer immer gepredigt hat) und noch geschafft. Und wie. Generationentexte zu schreiben ist ja schon mutig. Julia Engelmann und bento blitzen kurz im Kopf auf …

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