Daniel Jurjew

Daniel Jurjew (Foto: © privat)

Daniel Jurjew, geboren 1988 in Leningrad, 1990 Übersiedlung nach Deutschland. Studium der Deutschen Literatur, Philosophie, Geschichte, Biophysik, Japanologie, Sinologie und Informatik in Konstanz und in Frankfurt am Main (Abschlüsse nur wie im Folgenden angegeben): 2016 Bachelor of Arts in Japanologie (HF) und Sinologie (NF) an der Universität Frankfurt am Main. Studiert gegenwärtig Japanologie und Informatik in Frankfurt am Main.

Wann schreibst du am liebsten?
Das ist starken Schwankungen unterworfen.

Wer liest deine Texte zuerst?
Kollegen – und meine Freundin.

Was bedeutet Literatur für dich?
»Literature is news that stays news.« – Ezra Pound: The ABC of Reading.

Was wäre, wenn dir jemand die Möglichkeit zu Schreiben wegnähme?
Da müsste schon einiges passieren, sprich: Dann gäbe es diverse andere Probleme. Ich müsste also schon genauer wissen, wie das Ganze zu Stande käme, um eine seriöse Prognose abzugeben.

Was würdest du anders machen, wenn du wüsstest, dass dich niemand beurteilt?
Aber die Frage setzt doch mich als reflektierendes handelndes Subjekt voraus, und dann müsste ich mich doch selbst beurteilen?

Dein gegenwärtiger Geisteszustand?
Ich sitze an einer Hausarbeit für die Uni und sehne das Ende herbei.

Erster Satz deines open-mike-Textes?
Das möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht preisgeben.

Schon aufgeregt vorm Auftritt? Wie bereitest du dich vor?
Vor dem Auftritt als solchem noch nicht. Ist ja noch eine Weile hin. Ich mache mir aber Sorgen, ob und wie es stattfinden wird …
Ich übe das Vorlesen meines Textes.

Dein aktueller Buchtipp und warum?
Dylan Thomas: The Collected Stories. Einfach gute Prosa.

Schick uns ein Bild von deinem Lieblingsarbeitsplatz und schreibe etwas dazu.
Ein Schreibtisch (nicht im Bild: Wachstäfelchen). Aber eigentlich ist es mir relativ egal, wo ich schreibe.

Daniel Jurjew wurde ausgewählt von Florian Welling.

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Eva Kissel

Eva Kissel (Foto: © Marco Kraft)

Eva Kissel, geboren 1991 in Bensheim und dort aufgewachsen. Studium der Germanistik, Kulturanthropologie sowie Informations- und Bibliothekswissenschaft in Tübingen, Frankfurt am Main und Darmstadt. Arbeitet als Bibliothekarin am Deutschen Literaturarchiv Marbach (u. a. Erschließung des Nachlasses von Siegfried Lenz). Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen sowie des Treffens Junger Autor*innen, Veröffentlichungen in Anthologien.

Wann schreibst du am liebsten?
Auf der Suche nach Trost

Wer liest deine Texte zuerst?
Manchmal niemand, wenn dann Freunde

Was bedeutet Literatur für dich?
Beim Lesen: Die Abwesenheit von mir selbst. Beim Schreiben: Die Möglichkeit eines Wirs.

Was wäre, wenn dir jemand die Möglichkeit zu Schreiben wegnähme?
Vielleicht würde ich sprechen lernen.

Was würdest du anders machen, wenn du wüsstest, dass dich niemand beurteilt?
In den Texten? Nicht viel. Vielleicht gäbe es noch mehr Tote.

Dein gegenwärtiger Geisteszustand?
Versuch, mich wachzuhalten

Erster Vers deines open-mike-Textes?
wenn man mich schälen würde / käm ein gemeiner kern frei

Schon aufgeregt vorm Auftritt? Wie bereitest du dich vor?
Etwas, ja. Ich lese laut und wasche Kleidung.

Dein aktueller Buchtipp und warum?
Weil wir uns womöglich mit ihr auseinander setzten sollten: Bullau. Versuch über Natur von Andreas Maier und Christine Büchner.

Schick uns ein Bild von deinem Lieblingsarbeitsplatz und schreibe etwas dazu.
Arbeite am liebsten im Bett und im Texteditor

Eva Kissel wurde ausgewählt von Helge Pfannenschmidt.