Wir haben, was diesen zweiten Prosapreis angeht, zum Schluss über Jenifer Johanna Becker, „Molicure Moss“, Mareike Schneider, „Holzmieten“, und Nora Linnemann gesprochen, „Jackie-Olé“.

Eine gefundene, sehr bewegliche Sprache, die nicht sucht, nicht konstruiert, die nicht langatmig, sondern langmütig erzählt, die bei den Dingen ist, die etwas erstmal ganz Kleines macht,
uns an einen kleinen Ort mitnimmt, ohne sich an den Rand zu begeben, vielleicht auch ein kleines Gegenmodell zu unserem souveränen Hauptpreis, aber auf seine erdige, menschengebundene Weise ebenfalls einfach da und jetzt auf der Welt.

Und wenn er nur in einem Garten spielt und nur jemand stirbt und sonst nichts passiert, aber das ist viel. Das ist der Text von Mareike Schneider, „Holzmieten“. Danke und herzlichen Glückwunsch.

 

Zweiter Preis Prosa: Mareike Schneider „Holzmieten“ (dotiert mit 2.000 Euro)

Laudatio von Andreas Maier